Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch

Grundsätzliche sind Fragen hinsichtlich der praktischen Erfahrungen und dem Werdegang eines jeden Arbeitnehmers während eines Interview's legitim. Jedoch kommt es hin und wieder auch vor, dass Arbeitgeber mehr über Ihren Bewerber erfahren wollen und aus diesem Grund Fragen stellen, die nicht zugelassen sind. Private Informationen, welche keinerlei Verbindung zu der eigentlichen Tätigkeit haben. Bewerber, die sich dabei in die Enge getrieben fühlen, müssen persönliche Fragen nicht beantworten. Um welche Fragen es sich hierbei handelt klären wir jetzt auf!

               

 

"Sind Sie verheiratet?"

Diese Frage ist eine sehr beliebte in Vorstellungsgesprächen. Jedoch sollte jeder wissen, dass sie nicht erlaubt ist. Arbeitgeber möchten mit Hilfe dieser Frage herausfinden, wie Ihre Zukunft aussieht. Vielleicht haben Sie erst vor kurzem geheiratet und planen demnächst den ersten Nachwuchs. Es soll dem Arbeitgeber Aufschluss darüber geben, wie lange er mit Ihnen rechnen kann. Falls Sie dies gefragt werden, haben Sie das Recht auf Ihrer Seite wenn Sie nicht antworten. Zusätzlich kann mit dieser Frage auch herausgefunden werden was Ihre sexuelle Orientierung ist. Das alles sind Informationen, die für einen Arbeitgeber nicht von Interesse sein sollten und deshalb nichts in einem Bewerbungsgespräch zu suchen haben.

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"Habe Sie Kinder?"

Diese Frage schließt direkt an die obere Frage an. Und auch hier müssen Sie Ihrem Gegenüber nicht antworten wenn er Sie danach fragt. Denn es ist ungerecht, Personen einen Job zu verweigern, weil diese bereits Kinder haben oder planen in Zukunft welche zu bekommen. Arbeitgeber sollten deshalb, bevor Sie mit der Tür ins Haus fallen nach alternativen Fragen suchen, wie zum Beispiel: "Wie viele Stunden können Sie pro Woche arbeiten?", "Haben Sie zusätzlichen Verantwortlichkeiten, die Sie neben Ihrer Arbeit erledigen müssen?". Diese Fragen sind zulässig und zwingen den Arbeitnehmer nicht, sich zu dem Familienstatus zu äußern.

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"Waren Sie schon mal im Gefängnis?"

Ein Arbeitgeber kann Sie nicht einfach nach Ihrer Straf-Akte fragen, jedoch hat er die Erlaubnis Sie zu fragen ob Sie bereits für eine Straftat verurteilt wurden. Falls Sie bereits einmal vor Gericht standen, sollten Sie deshalb ehrlich zum Arbeitgeber sein und diesem keine Lügengeschichten erzählen. Stehen Sie offen zu Ihren Fehlern, vielleicht gibt man Ihnen eine zweite Chance. Dies kommt natürlich immer auf das Strafmaß und die eigentliche Tat an. Ein Betrüger im großen Sinne wird deshalb oftmals Probleme bekommen, wenn es um Jobs geht, bei denen Vertrauen im Vordergrund steht.

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"Haben Sie in der Vergangenheit Drogen konsumiert?"

Auch die Fragen nach einer Drogenvergangenheit hat nichts in einem Interview zu suchen. Jedoch hat der Arbeitgeber das Recht Sie nach derzeitigem Drogenkonsum zu fragen, vor allem wenn Sie mit Maschinen arbeiten oder verantwortungsvollen Aufgaben übertragen bekommen. Denn unter Drogeneinfluss können diese im schlimmsten Falle in einem Disaster enden. Deshalb ist von Seiten des Arbeitgebers Vorsicht zu gewähren und Fragen wie z.B. "Konsumieren Sie illegale Drogen im Moment?" müssen vom Bewerber beantwortet werden.

 

"Welcher Religion gehören Sie an?"

Fragen nach der Religionszugehörigkeit in einem Bewerbungsgespräch sind ebenfalls unzulässig. Empfohlen wird aber trotzdem ehrlich zu sein und Lügen hinsichtlich des Glaubens zu vermeiden. Früher oder später kommen diese eh raus. Besonders heutzutage ist Diskriminierung auf Grund der Religion nur noch selten und betrifft nur einen minimalen Anteil von Bewerbern. Sollte Ihr zukünftiger Arbeitgeber sich aber dennoch rassistisch im Interview zeigen, müssen Sie die Frage nach Ihrer Religion nicht beantworten. So können Sie sichergehen, dass Sie von Ihrem Arbeitgeber nicht wegen Ihrer Religion benachteiligt werden.

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"Wie steht es um Ihre Gesundheit?"

Auch diese Frage wird hin und wieder in Vorstellunggespräche vorgebracht. Doch auch hier müssen Sie Ihrem Interviewpartner nicht antworten. Der Arbeitgeber möchte hierbei abschätzen, wie oft Sie krankheitsbedingt ausfallen. Bei Personen, die chronisch krank sind, wird des wesentlich öfters der Fall sein als bei völlig gesunden Arbeitern. Falls die Erkrankung aber in Verbindung mit Ihrem Job steht, sind Sie dazu verpflichtet Ihren Arbeitgeber darüber aufzuklären. Sind Sie zum Beispiel an HIV erkrankt und im ständigen Kontakt mich Kunden, muss Ihr Arbeitgeber über Ihr Krankheitsbild Bescheid wissen. Krankheiten wie Migräne oder Allergien müssen dahingegen aber nicht erwähnt werden.

 

"Haben Sie Schulden bei der Bank?"

Von Seiten Ihres Arbeitgebers ist auch die Frage nach Bankschulden nicht zulässig. Diese Informationen sind privat und gehen Ihren Chef absolut nichts an. Machen Sie dem Arbeitgeber deshalb klar, dass Sie hier sind um sich für einen Job vorzustellen und nicht um Ihn über private Vermögens- oder Schuldenwerte aufzuklären. Auch Fragen bezüglich Ihres Kontostandes oder erworbenen Eigentums haben in dem Interview nichts zu suchen. Denn kein Arbeitnehmer, will sich auf sein Vermögen oder seine Schulden reduzieren lassen.

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