Heimarbeit, Nebenjob, Home-Office - Was denn jetzt?

Die Heimarbeit

Am 14.03.1951 wurde das Deutsche Heimarbeitsgesetz verabschiedet, welches die Fassung von 1939 außer Kraft setzte. Das heißt die Heimarbeit existiert schon sehr lange und wurde früh gesetzlich geregelt. Die neue Fassung definiert und regelt beispielsweise die allgemeinen Vorschriften zu den Themen Schutzvorschriften, Kündigung, Entgeldregelung und ähnlichem.

Wenn man früher von Heimarbeit sprach dann war von typischen Heimarbeitstätigkeiten wie Kugelschreiber zusammenbauen, Schrauben sortieren oder leichten Bastelarbeiten die Rede. Oft war es so, dass die Männer außer Haus waren und die Frauen sich von zu Hause aus etwas dazu verdient haben, wenn noch keine Kinder da waren und der Haushalt bereits geschafft war.

Heute gilt der Begriff der Heimarbeit tendenziell als altmodisch, die Menschen denken oft noch an Arbeiten wie Blumen binden, Nähen oder wohl das berühmteste Beispiel, die Kugelschreiber zusammen zu schrauben.

Alte Dame Nähen

Früher Heimarbeit - Heute Nebenjob?

Heutzutage ist es nicht unüblich einen Nebenjob zu haben, entweder parallel zum “normalen” Job oder man hat mehrere Nebenjobs oder eben einen. Der Begriff Heimarbeit wurde in den letzten Jahren revolutioniert, stand er früher für Handarbeit und Akkordbasteln, meint man heute oft das digitale Arbeiten am Computer.

Ein Nebenjob muss heute nicht mehr von zu Hause ausgeführt werden, im Gegensatz zu früher. Ob man als Student nebenher etwas kellnert, im Supermarkt an der Kasse sitzt, als Schüler Zeitungen austrägt oder als Erwachsener Nachhilfe gibt, Sportgruppen leitet oder putzen geht. Wie der Begriff Nebenjob schon sagt, es ist ein Job den man nebenbei machen kann. Die Heimarbeit wurde also nicht vom Nebenjob abgelöst, sie wurde in einen größeren Kreis von Jobs mit eingefasst.

Arbeitet man heute von zu Hause aus, dann hat man sein eigenes sogenanntes Home-Office. Was früher meist das Wohnzimmer oder die Küche war zum Arbeiten ist heute ein Büro mit klaren Vorschriften, für die Platzierung des Schreibtisches, dessen Abstand zur Wand und ähnlichem.

Das Home-Office

Das Home-Office ist nichts anderes als ein Büro zu Hause, doch Home-Office klingt schicker und moderner. Es gibt viele Tipps und Vorschläge wie so ein Home-Office einzurichten ist. Mögliche Ablenkungsfaktoren sollten erkannt und vermieden werden. Das Wohnzimmer sollte als Arbeitsplatz vermieden werden, hier sind Ablenkungen durch den Fernseher, die Familie, das Telefon und ähnliches vorprogrammiert.

Es empfiehlt sich, einen Plan wann sie arbeiten wollen zu entwickeln. Versuchen sie eine Routine in ihren heimischen Arbeitstag zu bringen. Denken sie aber daran: planen sie zwischendurch auch kleine Pausen ein. Viele Arbeitnehmer arbeiten bereits von zu Hause aus, soweit das der Job zulässt ist dies auch für die Firmen eine kostengünstige Alternative, denn sie sparen unter anderem Personalkosten.

Frau Home -Office
Wie kam es zu diesem Wandel?

Das wir heute von einem Home-Office sprechen, liegt an der Technisierung in den letzten Jahren und der schnellen Weiterentwicklung des Internets. Die Kugelschreiber die früher von Hand zusammen gebaut wurden oder die Schrauben die noch von Hand in kleine Tütchen gepackt wurden nachdem man sie abgezählt hatte… all das geschieht heute mit Hilfe von Maschinen.

Doch nicht nur die maschinelle Entwicklung hat uns voranschreiten lassen, auch das Internet ermöglicht neue Wege, von zu Hause aus Geld zu verdienen. Eine entspannte und lukrative Variante ist das Beantworten von Onlineumfragen. Als Gegenleistung erhält man Gutscheine, Geschenke oder Geld. Das angenehme an diesen Umfragen ist, dass die Beantwortung zeitlich nicht vorgeschrieben ist, passt es einem gegen Mittag nicht, so beantwortet man sie einfach abends oder am darauffolgenden Tag.

Alles in allem ist die Weiterentwicklung der Heimarbeit zu begrüßen, sie ist flexibler geworden und “leichter”, meist braucht man einen Computer, einen Schreibtisch, eine Internetverbindung und schon sind die wichtigsten Dinge vorhanden. Diese neue Vielseitigkeit kommt den Arbeitnehmern zu Gute und das Arbeiten ist deutlich internationaler geworden.