Ihr könnt eure Ausbildungskosten steuerlich geltend machen, urteilte der Bundesfinanzhof

Doch der Regierung passt das gar nicht, also beeilt euch!

Ein aktuelles Urteil vom Bundesfinanzhof ( Az.: IX R 22/24) ermöglicht es, Ausbildungskosten bis zurück ins Jahr 2008 geltend zu machen. Laut "Die Welt" können alle, die hohe Kosten bei  ihrer Ausbildung oder ihrem Studium hatten diese derzeit geltend machen. Doch die Regierung plant bereits das Urteil zu neutralisieren.

Eine junge Frau hatte geklagt und wollte ihre Kosten der Erstausbildung auch geltend machen. Der Bundesfinanzhof gestattet ihr die Kosten der Erstausbildung als Werbungskosten geltend zu machen. Auch für die Jahre, in denen eine Steuererklärung eigentlich nicht mehr möglich wäre.

Was ist eine Erstausbildung?

Wer eine Ausbildung von mindestens zwölf Monaten mit einer Prüfung abgeschlossen hat, hat seine Erstausbildung absolviert. Ein Bachelorstudium vor dem Masterstudium gilt somit als Erstausbildung. Derzeit ist es noch so, dass die steuerliche Absetzbarkeit der Erst- und Zweitausbildung unterschiedlich ist. Die Erste ist deutlich schwieriger von der Steuer abzusetzen.

Die Entscheidung darüber, ob die Erst- und Zweitausbildung unterschiedlich behandelt werden sollten, haben die Finanzrichter an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Da das Urteil des Verfassungsgerichts noch aussteht, müssen alle die nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs in die Hände geklatscht haben sich noch ein wenig gedulden.

Einfach sei es für diejenigen die in den betreffenden Jahren keine Steuererklärung abgegeben haben, sie stellen einen Antrag für einen Verlustfeststellungsbescheid und müssen sich eventuell noch gedulden bis das Verfassungsgerichtsurteil gefallen ist.

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Die Zweitausbildung

Bis das Urteil des Verfassungsgerichts gefallen ist, wird es weiterhin einfacher sein, die Zweitausbildung steuerlich abzusetzen (Az.:2 BvL 22-27/14). Danke des Urteils des Bundesfinanzhofes können die Kosten für eine Zweitausbildung rückwirkend bis ins Jahr 2008 geltend gemacht werden, man müsse sich hierbei auf das BFH-Urteil mit dem Aktenzeichen IX R 22/14 berufen.

So sichern Sie sich als (ehemaliger) Student den Steuerbonus

Beantragen Sie einen Verlustfeststellungsbescheid für jedes Jahr, in dem Kosten für die Ausbildung oder das Studium angefallen sind. Sie bekommen dann einen Mantelbogen, auf diesem müssen Sie “Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags “ ankreuzen. Unter Kosten listen Sie dann alles auf, was angefallen ist, von Fachbüchern, über den Computer bis hin zum Umzug in die Wohnung zum Studienort.

Dem Finanzausschuss passt dieses Urteil gar nicht

Der Finanzausschuss will das Gesetz ändern mit der Begründung, dass der “ursprünglich gesetzgeberische Wille” durch “die Rechtsprechung konterkariert” werde. “Eine Neuregelung würde der Steuervereinfachung und dem Rechtsfrieden dienen.”
Das bedeutet, Sie sollten Ihre Verlustfeststellungserklärung möglichst bald einreichen, denn sonst ist das Gesetz wohlmöglich schon geändert.

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