Breaking News: NASA findet einen der Erde verwandten Planeten

Die Suche der NASA

Die NASA veröffentlichte Informationen über einen Planeten, den sie von dem Weltraumteleskop Kepler entdeckt haben. Kepler ist ein Weltraumteleskop der NASA, das im März 2009 gestartet wurde, um nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. Der Name dieses Projektes basiert auf dem deutschen Astronomen Johannes Kepler, der als Erster die Gesetzmäßigkeiten der Planetenumlaufbahnen erkannte. Das Teleskop beobachtet einen festgelegten Ausschnitt des Sternenhimmels mit ungefähr 190.000 Sternen. 2009 wurde das Teleskop in die Umlaufbahn gebracht, bis es 2013 wegen eines technischen Defekts seine Arbeit beenden musste. Das Ziel dieses Projektes war es, ähnliche Planeten wie die Erde zu finden, die potentiell bewohnbar sind. Dieses Ziel wurde mit der Entdeckung des Planeten Kepler-452b erfüllt. Seine Daten wurden bereits zwischen 2009 und 2013 gespeichert. Es dauerte jedoch einige Zeit, bis die Wissenschaftler die Informationen ausgewertet hatten. Das Teleskop hat Daten über fast 4.700 mögliche Planeten gesammelt. Dafür betrachtete es über 150.000 Sterne gleichzeitig. Planeten kann man dadurch erkennen, dass sich ihre Silouette abzeichnet, wenn sie vor ihrem Stern vorbeifliegen.

Neben der Entdeckung von Kepler-452b berichtete die NASA am Donnerstag auch über elf weitere Kandidaten, die ebenfalls in einer interessanten Entfernung zu ihrem jeweiligen Stern liegen. Die sogenannte habitable Zone in Sonnensystemen ist der Bereich, in dem der Planet gerade weit genug vom Stern entfernt ist, dass nicht alles Wasser sofort verdampft aber dennoch nahe genug, dass es nicht nur Eis auf dem Planeten gibt.

Der Planet Kepler 452b

Die Forscher der NASA haben einen Planeten entdeckt, der der Erde sehr ähnlich ist. Der Planet soll ca. 60 Prozent größer sein als die Erde. Er befindet sich in der bewohnbaren Zone in der Nähe eines Sterns. Der Planet Kepler 452b umkreist diesen Stern, wie die Erde die Sonne. Er benötigt 385 Tage, um den Stern einmal zu umruden. Zum Vergleich: Die Erde braucht gut 365 Tage, um die Sonne zu umrunden. Der Abstand des Planeten zu seinem Stern ist genau richtig, für die Entstehung von Leben. Es wird natürlich bereits spekuliert, ob es wohlmöglich Leben auf diesem Planeten gibt. Leider ist er um die 1.400 Lichtjahre entfernt, das bedeutet, dass ein zeitnaher Besuch des entdeckten Planeten nicht möglich ist.

Forscher vermuten, dass die Oberfläche des Planeten von Felsen überzogen ist. Sie vermuten außerdem, dass aufgrund der Position des Planeten, auf diesem Wasser flüssig sein könnte. Wasser ist eine grundlegende Voraussetzung für Leben. Die Schwerkraft auf Kepler 452b ist vermutlich doppelt so stark wie die auf der Erde. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Sonnenschein sich auf dem Planeten ähnlich anfühlt, wie auf der Erde.

In der Vergangenheit sind schon öfters ähnliche Planeten gefunden worden. Dennoch ist es laut Wissenschaftlern des SETI-Insitutes in Kalifornien ein großer Fortschritt, einen Planeten zu finden, der eine solch große Ähnlichkeit zur Erde aufweist: mit einer ähnlichen Größe, Temperatur und der um ein sonnenähnlichen Stern kreist. Die NASA möchte nicht so weit zu gehen, zu sagen, dass sie einen Zwilling der Erde gefunden hat. Heute sprechen sie noch von einem Cousin.

Kepler 452b Planet

Die Suche nach außerirdischem Leben

Gedanken zur Existenz von außerirdischem Leben lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dann nahmen die Spekulationen über außerirdisches Leben zu. Dieses Interesse gründete vor allem auf der Verbreitung der Evolutionstheorie.

Bis heute konnte die Frage, ob es außerhalb unseres Sonnensystems weiteres Leben gibt, nicht geklärt werden. Die Existenz von intelligentem Leben außerhalb der Erde wird jedoch durch die Tatsache untermauert, dass es alleine in der Milchstraße zwischen 200 und 400 Milliarden Sterne gibt, die wiederum nur einen kleinen Teil der vorhandenen Galaxien darstellt.

Um auf der Suche nach außerirdischem Leben zu helfen, startete der russische Milliardär Jurij Milner eine Initiative in der Größenordnung von 100 Millionen Dollar. Das Geld soll dafür genutzt werden, das Universum abzuhören. Es sollen Signale aus dem Universum abgefangen werden, die auf intelligentes Leben hinweisen. Die empfangenen Signale sollen entschlüsselt werden, um herauszufinden, ob es sich bei diesen um Spuren außerirdischen Lebens handelt. Die Investition übertrifft laut Wissenschaftlern alles, was bisher in die Suche nach außerirdischem Leben investiert wurde.

Als er zehn Jahre alt war, las Milner ein Buch des Astrophysikers über die Möglichkeit von intelligentem Leben im Universum. Seitdem verfolgte Milner dieses Thema. Der Grund, aus dem Milner diese große Investition tätigt, ist simpel. Er glaubt, dass Menschen von anderen Zivilisationen lernen könne, wie sie mit großen Herausforderungen umgehen zu können. So zum Beispiel über die Verteilung von Naturschätzen.

Die Zukunft der Weltraumforschung

Laut der Leiterin der Weltraumbehörde NASA sei die Frage nicht, ob wir Leben finden, sondern wann wir außerirdisches Leben finden. Die NASA Chefwissenschaftlerin ist überzeugt davon, dass in den nächsten 10 bis 20 Jahren Beweise für außerirdisches Lebens gefunden werden. 

Dennoch muss man sich über die Form von außerirdischem Leben klar werden. Erwarten Sie keine kleinen grünen Männchen. Laut NASA wird es sich bei der Entdeckung wahrscheilich um außerirdische Mikroben handeln. In unserem Sonnensystem werden diese Mikroben vor allem auf Planeten mit flüssigem Wasser vermutet.