Cloud Computing

Die Cloud: ein Computer, Server oder doch nur eine Wolke?

Cloud Computing oder einfach nur Cloud bezeichnet gleichzeitig eine Technologie und ein Geschäftsmodell. Das Geschäftsmodell funktioniert folgendermaßen: Es werden IT Ressourcen zur Verfügung gestellt, deren Nutzung flexibel abgerechnet wird. Unternehmen betreiben also keine unternehmenseigenen Rechenzentren, sondern greifen auf Clouds über das Internet oder ein Intranet zu. Man kann ganze Programme in einer solchen Cloud haben oder sie schlicht als Privatperson zum Speichern von Bildern und Musik nutzen.

Cloud-Dienstleister bieten verschiedene Services an. Man unterscheidet generell vier Klassen von Cloud-Diensten.

  1. Infrastructure as a Service - Server werden angeboten, deren Konnektivität vom Anbieter gewährleistet wird.

  2. Platform as a Service - hier stehen Ihnen weiterführende Funktionen zur Verfügung, zum Beispiel ein Dienst Webseiten betreiben zu können, ohne sich um die hinterliegenden Funktionen kümmern zu müssen. In diese Kategorie fallen auch Datenbanken.

  3. Software as a Service - bietet komplette Software-Anwendungen an. Die Benutzer dieses Services greifen auf eine gemeinsame Plattform zu und teilen sich die dort vorhandenen Ressourcen.

  4. Business Process as a Service - dieser Service gibt Kunden die Möglichkeit, Geschäftsprozesse zu einem Cloud-Anbieter auszulagern. Der Anbieter kümmert sich hier um alle IT Ressourcen, nicht nur um die Dienstleistungen.

Cloud Computing Was Ist Das

Je nach Nutzergruppe, die Zugriff auf eine Cloud hat, unterscheidet man drei grundlegende Cloud-Typen.

  1. Private Cloud - Sie ist nur für eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Unternehmen zugänglich.

  2. Community Cloud - Diese Cloud wird von einer erweiterten Zahl von Nutzern genutzt. So können mehrere Unternehmen, zum Beispiel Zulieferer und Abnehmer auf eine Cloud zugreifen.

  3. Public Clouds - Sie sind von jedem zugänglich. Man kann als Privatperson und Unternehmen Ressourcen in dieser Cloud reservieren und nutzen. Bereiche, die als Virtual Private Cloud bezeichnet werden, können abgetrennt werden. Allerdings ist diese Trennung nicht physikalisch.

Deutsche und ihre Nutzung der Cloud

Wir Deutschen sind von Natur aus ein wenig skeptisch und suchen ständig nach 'dem Haken an der Sache'. Wie ist es also möglich, dass Apple, Dropbox und Co. uns die Möglichkeit geben, unsere Daten zu speichern und dafür (bis zu einem bestimmten Volumen) nicht einmal Geld verlangen? 

Diese Skepsis zeigt sich auch in einer von der GfK, Gesellschaft für Konsumforschung, durchgeführten Studie zu der Frage, ob es für die Befragten ‘absolut notwendig sei, Fotos, Dokumente, Musik und andere Inhalte in der Cloud* zu speichern und darauf zugreifen zu können’, Sie kam zu dem Ergebnis, dass Kanadier, Australier und vor allem Deutsche bei dem Thema Cloud eher zurückhaltend sind. Ganz im Gegensatz dazu, sind Lateinamerikaner geradezu abhängig von Cloud Diensten. Zu den Fans der Cloud gehören außerdem die  Brasilianer, Türken und Chinesen.

In Deutschland ist die Hälfte der Befragten nicht der Meinung, dass Cloud-Dienste für die persönliche Datenspeicherung absolut notwendig sind. Nur 12 Prozent sehen das anders. Die Experten der GfK erklären sich diese Reaktanz wie folgt: Deutsche Konsumenten seien sensibel, wenn es um persönliche Daten ginge. Das bedeutet, dass sie gegenüber der Möglichkeit private Daten (z.B. Fotos) im Internet zu speichern eine gewisse Skepsis haben. Dennoch seien Cloud Dienste besonders in Ländern, die zunehmend das Internet über Smartphones nutzen eine Notwendigkeit. Zu denen zählt Deutschland natürlich auch. 

Im internationalen Schnitt zeigt sich, dass Cloud Dienste besonders für Befragte zwischen 30 und 39 Jahren wichtig sind. Dieser Trend spiegelt sich in Deutschland nicht wider. Alle Altersgruppen haben wenig Interesse an den genannten Diensten.

Cloud Computing Nutzung

Die Zukunft des Cloud Computing

Unternehmen, die Cloud Computing Dienstleistungen nutzen, gewinnen dadurch an Flexibilität und können ihre Kosten senken. Sie bezahlen nur für die Ressourcen, die sie auch wirklich benötigen. Auf der anderen Seite stehen Bedenken bezüglich der Informationssicherheit und des Datenschutzes - besonders in der Geschäftswelt können diese Faktoren den Erfolg des Unternehmens beeinflussen.

Mit zunehmender Erfahrung mit Clouds und einer Gesetzgebung, die fieberhaft daran arbeitet, Regelungen für die wachsende Welt des Internets zu finden, werden sich diese Bedenken in Zukunft reduzieren. Die Vorteile des Cloud Computing hingegen bleiben bestehen:

  • Sie bezahlen nur nach Verbrauch
  • Sie reduzieren Ihre Invesitionen in Computer und Software
  • Sie können auf externe IT Expertise zurückgreifen
  • Durch die richtige Utnerstützung im IT Bereich können Sie Änderungen und neue Ideen schneller umsetzen
  • Sie können sich auf Ihre Kernkompetenzen fokussieren

Die Vorteile des Cloud Computing aus Sicht von Unternehmen sind klar erkennbar. Auch für Privatpersonen bietet diese Dienstleistung viele Vorteile: Sie können Ihre Daten extern speichern und somit Ihren PC entlasten. Außerdem können Sie von überall, wo Sie Internetzugang haben, auf diese Daten zugreifen. Was für eine vernetzte Welt!

Und Sie? Benutzen Sie für Ihre Heimarbeit schon die Dienste eines Cloud-Anbieters? Um Ihre Produktivität und Flexibilität zu steigern, wäre dies eine durchaus sinnvolle Möglichkeit.