10 Tipps wie Sie die sommerliche Hitze gut und gesund überstehen

Hitzestau und Hitzekollaps - wenn unser Körper-Kühlsystem überlastet wird

Starke Hitze ist vor allem für Kinder und ältere Menschen gefährlich, denn unser körpereigenes Kühlsystem wird bei hohen Temperaturen stark beansprucht. Wir schwitzen nicht nur mehr, sondern die Blutgefäße weiten sich und durch die verstärkte Durchblutung kann der Körper ebenfalls Wärme abgeben. Gleichzeitig sinkt hierbei der Blutdruck, was zu Kreislaufstörungen führen kann. Überanstrengt man seinen Körper kann es zu Schwindelgefühlen oder Flimmern vor den Augen kommen. In Extremfällen werden Menschen sogar kurzzeitig ohnmächtig.

Menschen die einen Hitzeschlag erleiden, sollten sofort ins Kühle gebracht werden und mit kalten Wickeln und feuchten Tüchern gekühlt werden. Ist die Person bei Bewusstsein, so muss sie viel trinken, Wasser, kalter Tee oder Saftschorlen sind am besten geeignet in solchen Fällen.

Dem Sonnenstich durch einen Hut vorbeugen

Menschen mit einer Glatze, Kinder und Ältere sind zwar besonders gefährdet, aber vor einem Sonnenstich ist niemand von uns sicher. Der beste Schutz gegen die pralle Sonne auf dem Kopf ist ein Hut. Dieser schützt die unter der Schädeldecke liegenden Hirnhäute vor Überhitzung. Das Tückische an einem Sonnenstich ist, dass man erst einige Stunden nach dem intensiven Sonnenkontakt die Ausmaße zu spüren bekommt. Äußerliche Anzeichen sind ein erhitzter und geröteter Kopf, des Weiteren ist den Betroffenen oft schwindelig, es flimmert vor den Augen und sie klagen über Kopfschmerzen, innere Unruhe und Übelkeit.
Um einem Sonnenstich zu entgehen, empfehlen wir Ihnen einen Hut zu tragen, sich während der starken Mittagssonne am besten ganz im Schatten aufzuhalten und genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Frau Mit Hut Im Café

Sonnenschutz: gaaanz viel eincremen Bitte!

Auch wenn auf der Verpackung “wasserfest” steht, sollten Sie sich nach jedem Baden erneut eincremen. Denn laut Stiftung Warentest darf eine Sonnencreme bereits als wasserfest bezeichnet werden, wenn nach zwei mal 20-minütigem Baden bereits die Hälfte des Sonnenschutzes abgewaschen ist. 
Am besten gegen die UV-Strahlen helfen körperbedeckende Kleidung und Schatten, somit verringert man zum einen das Sonnenbrand- zum anderen auch das Hautkrebsrisiko.

Die richtige Sonnenbrille

Das richtige Sommeroutfit ist erst mit der passenden Sonnenbrille komplett, doch worauf sollte man neben Form und Farbe noch achten? Auf den UV-Schutz! Nicht nur als modisches Accessoire dienen uns die Brillen, nein sie schützen unsere Augen auch vor kurzwelligen UV-Strahlen, welche die Binde-, Netz- und Hornhaut schädigen können.
Ein CE-Zeichen in den Brillenbügelinnenseiten steht für die Einhaltung von grundlegenden Sicherheitsstandards nach europäischen Richtlinien. Allerdings gibt es keine unabhängige Instanz, die die Brillen mit dieser Kennzeichnung überprüft.

Wer wirklich sicher sein will, dass die Brille die Augen schützt, sollte zu seinem Augenarzt oder einem Optiker gehen und die Brille prüfen lassen. Worauf man beim Kauf achten sollte; dass die Brillengläser gebogen sind, denn so wird auch Strahlung von der Seite ins Auge abgehalten. Dunkle Sonnenbrillengläser schützen nicht besser als hellere Sonnengläser, der Schutz vor den UV-Strahlen hängt von einer speziellen Beschichtung der Gläser ab, nicht von der Farbe und oder der Tönung.

Baderegeln: Schwimmen gehen ohne Stress am See

Ein schöner Nachmittag am Badesee klingt herrlich, doch auch hier ist das kühle Nass mit Vorsicht zu genießen. Wer mit Kindern an den See geht darf diese niemals aus den Augen lassen, denn ein steil abfallendes Ufer ist nicht immer zu erkennen und von Kindern auch noch sehr schlecht einschätzbar. Aber auch Sie selbst sollten bei bewachsenen und sumpfigen Uferzonen vorsichtig sein, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).
Auch Hindernisse im Wasser sollten nicht als Spielplatz genutzt werden, denn an Baumstämmen und Wasserbauwerken können versteckte Strömungen sein, welche die Schwimmer unter Wasser ziehen.

Kleine Mädchen Am Badesee

Schützen Sie sich vor Mücken

Endlich ist der Sommer da, man kann bis spät abends die lauen Abende genießen, bis… ja bis diese kleinen Plagegeister uns gefunden haben und nach unserem Blut gieren. Gegen Mücken helfen chemische Mittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) am besten. Dennoch vertreiben sie die Mücken nicht dauerhaft, was einem spätestens im Schlaf den letzten Nerv rauben kann, denn das Surren der Mücken ist laut und nervtötend. Hier kann ein Moskitonetz abhilfe verschaffen.
Sollte eines der Tierchen Sie dennoch erwischt haben, so können Sie den Juckreiz mit Kälte bekämpfen, beispielsweise mit Eiswürfeln und Fenistil Gel. Fenistil lindert die Schwellung und den Juckreiz. Aber auch mit Hitze lässt dich das Jucken bekämpfen, erhitzen Sie den Mückenstich kurzzeitig über 50 Grad, so wird ein Teil der Enzyme, die den Juckreiz auslösen zerstört. Hierzu kann man einen Löffel oder eine Münze kurzzeitig erhitzen, oder in der Apotheke ein speziell dafür entwickeltes Gerät kaufen.

Haben Sie stets eine Zeckenzange zu Hause

Der Sommer ist die Hauptsaison für Zecken, sie sind zwar von März bis November aktiv, aber im Sommer haben sie es einfacher an ihren Wirt zu kommen, denn viele tragen dann kurze Hosen und offene Schuhe. Zecken halten sich gerne an Waldrändern, Buschzonen und hohem und dichtem Gras auf. Planen Sie einen Spaziergang in einem solchen Gebiet, ziehen Sie sich eine lange Hose und feste Schuhe an.

Insektenschutzmittel helfen auch gegen Zecken, allerdings nur für halb so lange, wie gegen Mücken. Da Zecken Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen, müssen Sie nach jedem Ausflug ins Grüne, vor allem in Wälder, Ihren Körper nach Zecken und Bissen absuchen. Süddeutschland gehört zu den Risikogebieten für Zeckenbisse, informieren Sie sich hier über mögliche Impfungen.
Sollten Sie eine Zecke bei sich entdeckt haben, gilt es diese umgehend zu entfernen, entweder mit einer spitzen Splitterpinzette, einer “Zeckenkarte” oder einer Zeckenzange. Versuchen Sie die Zecke so dicht wie möglich an Ihrer Haut, also am Zeckenkopf zu greifen. Leichtes ziehen (für 60 Sekunden, dann löst sich die Zecke oft von allein) und eventuelles rütteln helfen beim Entfernen. Versuchen Sie nicht die Zecke heraus zu drehen, das kann dazu führen, dass sich der Kopf abtrennt und in der Haut verschwindet.

Cool bleiben und viel trinken

Die Temperaturen draußen können als Sommerwärme für die einen als ziemliche Hitze für die anderen beschrieben werden. Dennoch sollten alle in diesen Tagen ausreichend trinken, das heißt zwischen 2 und 3 Litern am Tag. Denn wir produzieren bei Hitze mehr Schweiß, um über die Verdunstung die Haut und darunter liegende Blutgefäße zu kühlen. Damit dieses Kühlsystem einwandfrei funktioniert müssen Sie ausreichend trinken - Wasser und verdünnte Säfte sind hierfür am besten. Doch auch auf den Mineralstoffhaushalt sollte geachtet werden, man verliert beim Schwitzen neben Flüssigkeit auch Salze.

Limonaden In Glaskaraffen

Wer Barfuß in Schuhe schlüpft bekommt schnell Blasen

Um schmerzhafte Schwellungen und Blasen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen in geschlossenen Schuhen Füßlinge zu tragen und in die Sandalen gepolsterte Pads einzulegen, wenn nötig. Sowohl Füßlinge als auch Pads sind in Schuhgeschäften und Drogerien zu finden. Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie die Schuhe nicht zu klein kaufen, denn an warmen Sommertagen schwellen die Füße vieler Menschen leicht an.
Um Blasen und Schwellungen vorzubeugen empfehlen wir normale oder spezielle Blasenpflaster. Sollten Sie dennoch eine Blase bekommen, stechen Sie diese nicht auf, dies kann zu Infektionen führen. Decken Sie die Blase mit einem Pflaster ab und warten Sie dann bis das Ganze von alleine abheilt.

Kältekopfschmerz - vorsicht beim Eis essen

Ein eiskaltes Getränk wenn es draußen heiß ist, das lehnt niemand ab. Doch eisgekühlte Getränke und Speiseeis können einen sogenannten Kältekopfschmerz auslösen, umgangssprachlich auch als “Hirnfrost” bekannt. Wie genau dieser Schmerz entsteht und wo er herkommt wird noch erforscht. Menschen, die zu Migräne neigen haben auch öfter Kältekopfschmerzen. Trifft dies auf Sie zu, sollten Sie darauf achten, was Sie an eiskalter Nahrung zu sich nehmen können ohne dass Ihr Kopf rebelliert.