Angst vor Burnout: Stress im Alltag

Was ist Stress und wie kann man ihn vermeiden?

Definition Stress

Stress ist etwas ganz Natürliches und evolutionsbiologisch bedingt. Stresshormone werden ausgeschüttet, damit wir sofort mehr Energie haben und schneller reagieren. So erhöht sich bei Stress unsere Leistungsfähigkeit − wir stehen “unter Strom”.

Anders als unsere Vorfahren bauen wir Stress allerdings nicht mehr körperlich ab, weshalb unser Körper oft dauerhaft angespannt ist. Vielen Menschen fällt es schwer, zur Ruhe zu kommen und diese Anspannungen zu lösen. Sie haben so viel zu tun − ob im Job oder in der Freizeit - dass Sie sich ausgelaugt fühlen.

Und genau das ist es, worüber in den Medien immer öfter berichtet wird − Burnout. Burnout scheint zur Volkskrankheit Deutschlands geworden zu sein. Doch muss Stress immer gleich negativ sein und zum Burnout führen? Sollten wir jeglichen Stress vermeiden? Nein, denn es gibt verschiedene Formen von Stress und nicht immer ist er etwas Negatives.

Eustress und Disstress

Ob Top-Manager, Lehrer oder im Home-Office − jeder ist im Alltag Stress ausgesetzt. Und das nicht nur auf der Arbeit, sondern auch in der Freizeit. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Stress, die sehr unterschiedlich auf uns wirken: Eustress und Disstress.

Eustress ist die Bezeichnung für positiven Stress. Dieser erhöht die Aufmerksamkeit und motiviert uns. Wir sind produktiver und leistungsfähiger. Diese Art von Stress ist gut für unser Selbstvertrauen. Wenn Aufgaben erledigt und bewältigt wurden, fühlen wir uns zufrieden und sind motiviert, weitere Aufgaben ebenso gut zu erledigen.

Dieser wandelt sich jedoch in negativen Stress um, sobald er in großen Mengen auftritt und ein Gefühl von Machtlosigkeit oder Kontrollverlust erzeugt. Dann fühlen wir uns nicht mehr in der Lage, alle Aufgaben zu bewältigen. Diese Form von Stress nennt man Disstress.

Zu viel psychischer Druck, oft kombiniert mit wenig oder keinem körperlichen Ausgleich, führt in der Folge zu den Symptomen von Disstress, die uns aufhalten, anstatt uns voranzutreiben. Langfristig kann dieser Zustand von zu viel Stress zu einem Burnout führen.

Stress

Burnout

Jeder kennt das Wort. Aber wissen wir wirklich, was es bedeutet? Burnout kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt “ausbrennen”. Und genau dieses Empfingen beschreiben Betroffene. Sie fühlen sich überfordert und erschöpft, sowohl körperlich als auch emotional. Oft wird Burnout deshalb als Phase der totalen Erschöpfung definiert.

Dennoch ist Burnout noch keine offizielle Krankheit. Die Symptome ähneln einer Depression, weshalb eine Diagnose zwischen den beiden Krankheitsbildernoft schwer ist. Fast immer sinken Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, und auch der Schlaf ist betroffen. Patienten leiden unter Albträumen und Schlafstörungen, die den Alltag dominieren können.

Magen-Darm Probleme wie auch Bluthochdruck sind weitere Anzeichen für Stress, der auf die Dauer zu einem Burnout führen kann. Wer dauerhaft unter psychischem Druck steht, riskiert somit ein schwächeres Immunsystem, Herzerkrankungen, Lungenprobleme und Rückenschmerzen.

Entspannung Sport

Stress abbauen

Jeder kann mit ein bisschen Hilfe seinen eigenen Weg finden, um Stress abzubauen. Wir finden Sie einige Tipps, die schon vielen Menschen geholfen haben, entspannter durch den Alltag zu gehen und Stress abzubauen.

1. Sport

Durch Bewegung baut unser Körper Stress ab und macht somit gleichzeitig den Kopf frei. Sport ist somit Anti-Stress-Helfer Nummer 1. Allerdings sollte die Sportart mit Bedacht gewählt werden. Joggen und Yoga wirken perfekt gegen Stress. Leistungssport hingegen kann Stress noch weiter fördern. Der Sport sollte anstrengend, aber nicht überfordernd sein.

2. Frische Luft

Dieses Klischee erscheint offensichtlich, wird aber dennoch von vielen Menschen vernachlässigt. Einfach einmal alles liegen zu lassen (ja, auch das Handy!) und Zeit in der Natur zu verbringen, kann wahre Wunder bewirken.

3. Planung

Klingt widersprüchlich, aber wer seinen Alltag gut plant und sich gezielt Pausen und mindestens einen Ruhetag pro Woche gönnt, ist entspannter. Nur aufzuschreiben, was noch erledigt werden muss, ist für viele Menschen eine große Erleichterung. Außerdem verliert man so das Gefühl, ständig zu arbeiten. Konsequent Pausen nehmen ist ein guter Anfang gegen Stress.