7 No-Gos bei der Arbeit von zu Hause

Stehen Sie sich nicht selbst im Weg!

Arbeiten von zu Hause wird in Deutschland immer beliebter. Laut einer Studie des Hightech-Verbandes Bitkom arbeitet fast ein Viertel der deutschen Beamten, Angestellten oder Arbeiter hin und wieder von zu Hause. Und von denjenigen, die nicht von zu Hause aus arbeiten, würden sich 41 Prozent gerne der Heimarbeit widmen.

Es scheint verlockend, nicht ins Büro fahren zu müssen und einfach auf der Couch zu Hause zu arbeiten. Insbesondere, wenn das Wetter in den kalten Jahreszeiten keinen Anreiz bietet, um die Wohnung zu verlassen, erscheint die Arbeit von zu Hause sehr attraktiv. Dennoch sollten Sie diese fatalen Fehler vermeiden, damit die Heimarbeit für Sie und Ihren Arbeitgeber ein Erfolg wird.

Kein abgetrennter Arbeitsbereich

Dieselben Räumlichkeiten als Büro, Essecke und Wohnzimmer zu nutzen, ist ein Fauxpas, der vielen Menschen unterläuft, die von zu Hause aus arbeiten. Auf den ersten Blick mag es sinnvoll aussehen, die gemütliche Wohlfühlatmosphäre des Wohn- oder Schlafzimmers auszunutzen, um sich die Arbeit von zu Hause ein wenig angenehmer zu gestalten.

Im Laufe der Zeit wird sich das Blatt jedoch wenden. Anstatt eines heimeligen Flairs bei der Arbeit, bringen die meisten Menschen das Wohnzimmer nach und nach mit der Arbeit von zu Hause in Verbindung, was dazu führt, dass sie selbst im eigenen Zuhause nicht mehr von der Arbeit abschalten können. Schnell gerät so die Work-Life-Balance ins Wanken.

Falsche Zeiteinteilung bei der Arbeit von zu Hause

Ein weiterer Fehler ist es, Freizeit mit Arbeitszeit zu vermischen. Es scheint einfach, sich die Arbeit von zu Hause je nach Lust und Laune über den Tag zu verteilen. Allerdings kann sich auch das negativ auf die Produktivität auswirken. Zum einen müssen Aufgaben, die unterbrochen werden, von Neuem begonnen werden, was Zeit und Motivation rauben kann. Zum anderen besteht die Gefahr, dass Aufgaben immer weiter nach hinten verschoben werden und sich die Arbeit unnötig in die Länge zieht. Anstatt eines angenehmen Tages in den eigenen vier Wänden, scheint die Arbeit zu Hause omnipräsent.

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Das falsche Essen

Viele Arbeitnehmer beklagen sich über eine zu kurze Mittagspause oder über fades Kantinenessen. Von zu Hause aus zu arbeiten hat den Vorteil, dass es jedem selbst überlassen ist, die Mahlzeit für den Tag auszusuchen. Allerdings kann es vorkommen, dass zu viele kleine Snack-Pausen das Arbeiten zu Hause stören.

Auch ungesunde Knabbereien zwischendurch mit zu viel Zucker können dazu führen, dass die Konzentrationsfähigkeit schneller abnimmt. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, bei der Arbeit von zu Hause richtig und ausgewogen zu essen. Ein großer Vorteil der Heimarbeit ist es, sich Essen vor Arbeitsbeginn vorbereiten und in einer geplanten Pause aufwärmen zu können.

Im Pyjama arbeiten

Wie verlockend klingt es, zu Hause im Pyjama zu arbeiten, während die Kollegen mit Anzug und Krawatte im Büro sitzen! Trotzdem ist es sinnvoll, sich auch dann ein schickes Outfit auszusuchen, wenn nur von zu Hause aus gearbeitet wird. Denn die Kleidung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unseren Gemütszustand. Während die Jogginghose beispielsweise eher eine legere Atmosphäre hervorruft, können Jeans und Hemd für eine motivierte Arbeitsstimmung sorgen.

Sich ablenken lassen

Gerade zu Hause häufen sich die Ablenkungen, die das Arbeiten erschweren. Zum einen können externe Faktoren wie Kinder oder die Familie die produktiven Phasen unterbrechen, zum anderen mangelt es zu Hause oft an Selbstdisziplin, um nicht ständig auf das Smartphone zu schielen oder sich von einer Zeitschrift verleiten zu lassen.

Hierbei kann es helfen, ein eigenes Zimmer für die Arbeit von zu Hause einzurichten, dessen Tür geschlossen werden kann und aus dem alle Ablenkungen verbannt werden können. Das Arbeitszimmer sollte schlicht gehalten sein, sodass die eigentlichen Aufgaben im Fokus stehen.

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Zu wenig Bewegung

Immer mehr Berufstätige nutzen den Weg ins Büro, um beispielsweise mit dem Fahrrad ein wenig Bewegung zu bekommen. Wer von zu Hause arbeitet, dem fehlt schnell der körperliche Ausgleich, was zu Müdigkeit und Konzentrationsverlust führen kann. Deshalb ist es ratsam, auch beim Arbeiten von zu Hause Pausen einzulegen, in denen die Fitness trainiert wird.

Hierbei kann es vorteilhaft sein, von der heimische Privatsphäre zu profitieren. Sportarten wie Yoga oder Pilates können fast uneingeschränkt von jedem ausgeübt werden und sind insbesondere effektiv, da schon kurze Trainingsintervalle Körper und Geist wiederbeleben.

Fehlender sozialer Ausgleich

Das Büro ist in den meisten Fällen nicht nur ein Ort, um seinen Aufgaben nachzukommen, sondern dient auch dem sozialen Ausgleich. Nicht nur arbeitsbezogene Probleme, sondern auch private Fragen können während der Mittagspause oder in der Kaffeeküche besprochen werden und führen zu einem angenehmen Betriebsklima.

Im Vergleich dazu wirkt es eher einsam, von zu Hause aus zu arbeiten. Wichtig ist es daher, sich auch bei der Heimarbeit mit den Kollegen oder Partnern kurzzuschließen. Dadurch kann nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern auch das geistige Wohlbefinden gefördert werden.